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Wird der Tourismus lahmgelegt?

14-tägige Quarantäne für alle Personen, die spanischen Boden betreten

Ab dem 15. Mai dürfen nur spanische Staatsbürger, die in Spanien ansässig sind, das Staatsgebiet betreten und müssen ihren gewöhnlichen Aufenthalt nachweisen. Spanien schließt seine Luft-, See- und Landgrenzen und verhängt jedem, der das Staatsgebiet betritt, eine Quarantäne von vierzehn Tagen.

Gemäß der vom Innenminister Fernando Grande Marlaska unterzeichneten und heute im Amtsblatt veröffentlichten Ministerialverordnung werden die spanischen Behörden ursprünglich mit denen des Schengen-Territoriums und denen anderer Länder zusammenarbeiten.

Die Regierung ist der Ansicht, dass «diese Maßnahme in einem angemessenen Verhältnis zur Schwere der Lage steht und mit der Aufrechterhaltung der Kontrollen vereinbar ist, die von einer erheblichen Anzahl von Mitgliedstaaten der Europäischen Union an den Binnengrenzen wieder eingeführt wurden». Obwohl das Datum der Wiederherstellung mit der aktuellen Verlängerung des Alarmstatus abläuft, gibt die Anordnung an, dass die möglicherweise erforderliche Zeit des Kontaktverbots verlängert werden kann. Diese Beschränkungen des Luft- und Seeverkehrs werden «als ergänzende Maßnahme zu den Beschränkungen der Mobilität auf spanischem Gebiet» verabschiedet.

Die Opposition versucht alles, um dies zu verhindern. Es fehlt wohl an der nötigen Kreativität der spanischen Politiker, andere Wege zu finden. Spanischen Politikern fällt es leichter, die Bürger zu entmündigen. Bei allem Verständnis für die ersten Schritte der Sicherheitsmaßnahmen, sollte man doch den mündigen Bürgern etwas mehr Vertrauen entgegenbringen. 

Macht hat in Spanien immer noch einen anderen Stellenwert als in den nordeuropäischen Ländern. Das sieht man beispielsweise auch an den hohen Bußgeldern für Verkehrssünder. Die sorgen nicht selten dazu, dass der Kühlschrank für einen Monat leer bleibt. Gerne greifen spanische Politiker hart durch, um ihre Interessen durchzusetzen. Das sind noch Überbleibsel aus der Francozeit. Das vermittelt leider den Eindruck, der Bürger sei ein Mensch zweiter Klasse. 

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