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San Bartolomé ermöglicht regulierte öffentliche Räume für Straßenmusiker

Straßenmusiker haben es schwer auf den Kanaren. Sie werden von der Polizei vertrieben, wenn sie auf der Straße musizieren. Es gibt nur wenige Orte, wo sie spielen, singen und tanzen dürfen.

Da La Laguna zum Unesco Weltkulturerbe gehört, muss dort Straßenmusik erlaubt werden. Was zur internationalen Kultur gehört, ist in den meisten Orten der Kanaren ein Vergehen. Da kann es schon mal sein, dass die Gitarre eines Musikers zerstört wird. Ansässige Unternehmer glauben, die Touristen fühlten sich von Straßenmusikern gestört. Dass Touristen gerne den Musikanten auf der Straße zuhören, ist ihnen entgangen.

Leider zerstören sie mit diesen Verboten auch ihre eigene Kultur. Früher gab es jedem auch nur so kleinen Ort Livemusik. Schon aus weiter Entfernung konnte man den Gesang und das Spiel auf der Timple und der Gitarre hören. Für ein Glas Wein oder auch zwei blieben die Musiker auch länger in einer Kneipe. Die kanarische Volksmusik war ein fester Bestandteil der kanarischen Kultur.

Heute findet man Plakate in den Kneipen mit der Aufschrift „Singen verboten“. Das passiert, wenn man den Ignoranten das Feld überlässt und die Politik nichts gegen dieses Kulturverbot unternimmt.

Jetzt soll es plötzlich möglich sein in San Bartolome.

Der Stadtrat von San Bartolomé unter der Leitung von Alexis Tejera hat die erste Genehmigung für die Besetzung öffentlicher Straßen in der Gemeinde unterzeichnet, die die Nutzung der vom Konsistorium ausgewiesenen Gemeinschaftsräume für die Durchführung musikalischer Darbietungen ermöglicht.

Diese erste Unterschrift (Der Stadtrat kann schreiben)legt fest, dass Musikstücke an einem Punkt auf der Avenida Marítima in Playa Honda auf der Höhe des Ballplatzes aufgeführt werden können. Diese erste Unterschrift wird nicht die einzige sein, denn wie die Stadträtin für öffentliche Shows, Marlene Romero, erklärte: „Diese Genehmigung wird die erste von vielen sein, da wir beabsichtigen, mehr Plätze in der Avenida selbst, in der Calle Mayor de Playa Honda, in der Avenida und auf den Plätzen der Gemeinde zu schaffen“.

Es ist daher eine Anspielung auf die Kultur des Stadtrats. Bürgermeister Alexis Tejera erklärt: „Dieses Projekt wird all jenen Musikprofis helfen, die unter den Folgen der Absage ihrer Auftritte aufgrund der von Covid-19 abgeleiteten Situation gelitten haben.“

Darüber hinaus wird diese Aktivität einen weiteren wichtigen Aspekt für die Wirtschaft der Gemeinde haben, da sie dazu beitragen wird, die Aktivität an den Orten zu stimulieren, an denen sie eingerichtet ist. Tejera erklärt: „Dies ist ein Projekt, das wir langfristig entwickeln wollen, da es wichtig ist, dass gute Musik in unseren offenen Gewerbezonen einen herausragenden Platz einnimmt und auf diese Weise den Handel der Gemeinde anregt und unsere Unternehmen unterstützt.“

Ich hoffe nur, das langfristige Projekt ist nicht zu anstrengend für die Stadträte.

Dieses feste Bekenntnis des Stadtrats von San Bartolomé zur Kultur wird nach den Grundsätzen der Transparenz und der gesetzlichen Garantie durchgeführt. Musiker, die teilnehmen möchten, müssen eine Reihe von Anforderungen erfüllen, um ihre Tätigkeit ausüben zu können.

Vor allem sollten sie singen und spielen können.

Wer braucht schon Satire, wenn es doch so viele Politiker gibt.

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