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Erneut Dutzende Migranten aus Boot vor den Kanaren gerettet

Las Palmas (dpa) – Die spanische Seenotrettung hat erneut im Atlantik vor der spanischen Kanareninsel Gran Canaria Dutzende Menschen aus Afrika von einem kleinen Boot gerettet. Insgesamt 47 Migranten aus Ländern südlich der Sahara seien in der Nacht zu Samstag von einem Seenotrettungskreuzer auf hoher See etwa 18 Kilometer vor der Küste von ihrem Boot übernommen und an Land gebracht worden. Dort seien sie versorgt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Behörden.

Die spanischen Kanareninseln liegen im Atlantik nur etwa 100 Kilometer westlich von der Küste Westafrikas. Allerdings ist der offene Atlantik für die kleinen und meist nur mit Außenbordmotoren angetriebenen Boote sehr gefährlich. Wer die Inseln verfehlt, vor dem liegen westwärts bis nach Kuba etwa 6500 Kilometer Wasser.

Trotz der immensen Gefahren wagen immer wieder Menschen die Überfahrt, um über die Kanaren auf das spanische Festland zu gelangen. Im vergangenen Jahr erreichten etwas mehr als 2300 Migranten die Inseln über das Meer. Zugleich wurden nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) etwa 150 Ertrunkene registriert. Wie viele tatsächlich auf See blieben, ist unbekannt.

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