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Das Wunder der kanarischen Kiefer

Ab einer Höhe von 800 bis 1000 Metern dominiert sie das Landschaftsbild Teneriffas. Die kanarische Kiefer, ein Alleskönner. Ohne sie würde das Leben anders aussehen auf den Kanaren. 

Die Passatwinde lassen die Wolken über die Kronen der Kiefern ziehen. Dort wartet sie schon auf die feuchte Luft. Denn mit ihren langen Nadeln ist sie in der Lage pro Tag zwanzig bis fünfzig Liter Wasser aus der Luft zu absorbieren. Nur einen geringen Teil des Wassers, etwa zehn bis fünfzehn Prozent, benötigt sie selbst. Den Rest gibt sie an den Boden weiter. Langsam sucht sich das Wasser seinen Weg durch die verschiedenen Lavaschichten, um sich dann in den Blasen der Lava zu sammeln. 

Durch von Menschenhand getriebene Stollen wird nun das Wasser abgepumpt und wie bei den alten Römern über Kilometer lange Aquädukte in die großen Tanks der Gemeinden geleitet.

Erfrischendes Vulkanwasser von der kanarischen Kiefer

Aber das ist noch lange nicht alles, was sie kann. Nach einem Vulkanausbruch ist sie die erste, die den jungfräulichen Lavaboden wieder besiedelt. Die kleinen Samen sind tatsächlich in der Lage ihre Wurzeln in den harten Fels zu treiben. Sodass sie schon nach einigen Jahrzehnten wieder ihrer Aufgabe, die Menschen mit Wasser zu versorgen, nachkommen kann.

Auch durch einen Waldbrand lässt sie sich nicht von den Inseln vertreiben. Schon nach einem Jahr treiben die ersten saftigen Triebe aus den verkohlten Baumstämmen. 

Die kanarische Kiefer. Sie schenkt den glücklichen Inseln das nötige Wasser und damit das Leben.

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