Deine Kanaren aktuell

Das Rathaus von Santa Úrsula gewinnt durch das Inselprojekt „Icarus“ den thermophilen Wald von La Quinta zurück

Die Initiative zur Umweltsanierung, die vom Rathaus gefördert wird, bezieht die Bürger durch die Förderung von Freiwilligenarbeit zur Kenntnis und Erhaltung von Naturgebieten ein.

Die Gemeinde Santa Úrsula ist Gastgeberin des Pilotprojekts „Ikarus: Illusionen säen“, das die ökologische Wiederherstellung der Vegetation des thermophilen Waldes fördert und zu ehrenamtlicher Arbeit und Bürgerbeteiligung ermutigt. Die Initiative ist auch Teil der Strategie zur Erhaltung und Verbreitung verschiedener Gebiete von hohem Umwelt- und Landschaftswert in der Gemeinde.

Das Programm ‚Ikarus‘, das vom Bereich Verwaltung der natürlichen Umwelt und Sicherheit des Inselrats von Teneriffa gefördert wird, zielt darauf ab, der Bevölkerung die natürliche Umwelt durch ihre ‚wissenschaftliche Bildung‘ näher zu bringen. Der Stadtrat arbeitet neben der Zuweisung des Naturraums, in dem die Initiative entwickelt wird, auch bei der Verbreitung, der Anwerbung von Freiwilligen und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit mit.

„Bei diesem Projekt arbeiten wir an der Rückgewinnung des Thermophils, eine notwendige Maßnahme zur Regenerierung des Bodens an der Nordküste“, sagte die Ministerin für Umweltmanagement und Sicherheit, Isabel Garcia. „Darüber hinaus handelt es sich um ein Projekt, an dem eine große Anzahl von sozialen Einrichtungen teilgenommen haben, was die Ziele der Umwelterziehung und Nachhaltigkeit weiter bereichert“. „Für den Cabildo von Teneriffa ist es sehr wichtig, ein Netzwerk zwischen der natürlichen Umwelt und der Gesellschaft zu schaffen, das über die gewöhnlichen und bekannten Orte der Insel hinausgeht, denn er beherbergt sehr wichtige Lebensräume, die der Bevölkerung fast unbekannt sind und die Aufmerksamkeit und Respekt verdienen, wie der Fall des thermophilen Waldes“.

Wie der Bürgermeister von Santa Úrsula, Juan Acosta, erklärt, „geht es darum, dass die Menschen die ökologischen und erblichen Werte eines kanarischen Ökosystems wie dem thermophilen kennen und verstehen. Das Programm basiert auf der Prämisse, dass das Bekannte mehr geschätzt und respektiert wird. Deshalb bemühen wir uns nicht nur um die Rückgewinnung des Thermophils, sondern auch um seine Erhaltung durch Ausbildung, Bewusstseinsbildung und öffentliche Beteiligung an seiner Pflege und seinem Schutz.

Der thermophile Wald ist bedroht, in der Tat gibt es auf Teneriffa nur noch kleine Überreste, die auf der gesamten Insel kaum noch 18% erreichen. Daher ist es wichtig, dieses empfindliche Ökosystem, dessen repräsentativste Arten die kanarische Palme, die Sadebaumart, der Drachenkopf und die Weide sind, wiederherzustellen. Diese Gemeinschaft befindet sich zwischen der untersten Vegetationsebene des Tabaibal-Cardonal und dem Monteverde- oder Kiefernwald, je nach Hanglage.

Das ökologische Restaurierungsprojekt „Ikarus“ wird auf einer 40.000 Quadratmeter großen Grünfläche in La Quinta, zwischen der Avenida de Los Pesqueros und des Barrancos de la Cruz, entwickelt. Dieser Ort ist ideal gelegen, da er ein Verbindungspunkt zwischen der geschützten Landschaft der Costa de Acentejo und der geschützten Landschaft La Resbala in La Orotava ist. „Es handelt sich um einen Raum, der die besten Eigenschaften für dieses Programm aufweist, wie z.B. die potenzielle Vegetation des Gebietes, seine Lage und die Zugänglichkeit des Raumes, der über Wege verfügt, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität konditioniert werden können“, sagte Juan Acosta.

Die Aktionslinien des „Ikarus“-Projekts sind die Wiederherstellung der einheimischen Pflanzenarten, die Durchführung einer Bestandsaufnahme der Fauna sowie die Kontrolle und Eliminierung exotischer Arten. Gleichzeitig werden Informations- und Ausbildungsaktivitäten für die Öffentlichkeit durchgeführt, die in der Schaffung eines Gartens und einer Interpretationsroute gipfeln, wo Informationstafeln über die Vegetation, die Fauna und die ethnographischen Werte des Ortes aufgestellt werden.

Das Projekt „Ikarus: Illusionen säen“ begann vor weniger als sechs Monaten und wird vier Jahre dauern. Dies ermöglicht die Entwicklung der Phasen für die Erholung der thermophilen Vegetation und die größtmögliche Anzahl von Sensibilisierungsaktivitäten durch eine für alle zugängliche wissenschaftliche Methodik.

Das Rathaus von Santa Úrsula ist für die Organisation von Vorträgen, Workshops, Dolmetscherrouten, Schulungsaktionen und anderen Freizeitaktivitäten für verschiedene Gruppen innerhalb und außerhalb der Gemeinde zuständig. Bisher haben etwa zehn Organisationen teilgenommen, darunter AFES Salud Mental, die Vereinigung für die Hilfe für abhängige Personen auf den Kanarischen Inseln (Apedeca), die Nationale Organisation spanischer Blinder (ONCE), der Fahrradklub Bentor, die Freiwilligengruppe des Katastrophenschutzes von Santa Úrsula sowie andere lokale Nachbarschafts- und Kulturgruppen.

Das Konsistorium unterstreicht das Interesse an der Wiedergewinnung dieses Raumes, dessen Entwicklung zur Verhinderung der Bodenerosion und zur Erhaltung seiner biologischen Vielfalt sowie zur Förderung der Vernetzung von Naturgebieten beiträgt, wirkt.

close

Hier kannst Du unseren Newsletter abonnieren