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Außenminister Maas besucht Spanien

23.06.2020, Spanien, Valencia: Heiko Maas (SPD), Außenminister, steigt auf dem Flughafen Valencia in ein Flugzeug der Flugbereitschaft der Bundeswehr, um wieder zurück nach Berlin zu fliegen. Spanien hat seine Grenzen für Touristen erst am 21.06.2020 wieder geöffnet. Der deutsche Außenminister besucht eines der größten Länder der Europäischen Union nur wenige Tage vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Maas sieht «bestmögliche Rahmenbedingungen» für Spanien-Urlaub

Erst am Sonntag hat Spanien nach 14 Wochen Notstand seine Grenzen für Besucher aus dem Ausland geöffnet. Zu den ersten Gästen aus Deutschland zählt Außenminister Maas. Von der Mittelmeerküste aus richtet er eine klare Botschaft an die deutschen Urlauber.

Valencia (dpa) – Bundesaußenminister Heiko Maas hat bei einem Kurzbesuch in Spanien die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie im beliebtesten Urlaubsland der Deutschen gelobt. Er sei zuversichtlich, dass der Urlaub in Spanien «unter den bestmöglichen Rahmenbedingungen» stattfinden könne, sagte er am Dienstag in Valencia. Gleichzeitig rief er die deutschen Touristen auf, sich an die strikten Regeln zu halten. «Das ist notwendig, um zu verhindern, dass es im Sommer über den ganzen Tourismus in Europa eine zweite Corona-Welle gibt.»

23.06.2020, Spanien, Valencia: Heiko Maas (l, SPD), Auflenminister, und Arancha Gonzalez Laya, Auflenministerin von Spanien, verabschieden sich nach einer Pressekonferenz vor dem Sitz der spanischen Zentralregierung in Valencia. Spanien hat seine Grenzen f¸r Touristen erst am 21.06.2020 wieder geˆffnet. Der deutsche Auflenminister besucht eines der göflten Länder der Europäischen Union nur wenige Tage vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Seit Beginn der Corona-Krise Mitte März war Maas das erste Regierungsmitglied aus dem Ausland, das Spanien besucht. Erst am Sonntag war dort nach 14 Wochen den Notstand zur Eindämmung der Corona-Pandemie beendet worden. Die 47 Millionen Bürger des Landes durften sich erstmals wieder im ganzen Land frei bewegen. Zugleich wurden die Grenzen für Besucher geöffnet. Damit entfiel von deutscher Seite auch die Reisewarnung für das beliebte Urlaubsziel.

«Die spanische Regierung hat sehr einschneidende Maßnahmen ergriffen», sagte Maas. Er sei sicher, dass sie dafür sorgen werden, «dass, soweit das möglich ist, sicher in Spanien Urlaub gemacht werden kann».

Maas traf in der drittgrößten Stadt Spaniens die Außenministerin Arancha González Laya, besichtigte einen der größten Häfen am Mittelmeer und die «Stadt der Künste und der Wissenschaften», einen in den 1990er Jahren erbauten Gebäudekomplex mit Museen und anderen Kultureinrichtungen.

23.06.2020, Spanien, Valencia: Heiko Maas (l, SPD), Auflenminister, und Arancha Gonzalez Laya, Auflenministerin von Spanien, unterzeichnen am Sitz der spanischen Zentralregierung in Valencia eine Absichtserklärung ¸ber den gegenseitigen Austausch von Diplomaten. Spanien hat seine Grenzen für Touristen erst am 21.06.2020 wieder geöffnet. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sowohl Maas als auch González Laya sagten, dass Maßnahmen gegen Corona bei einem starken Anstieg der Infektionszahlen wieder hochgefahren werden könnten. «Ich hoffe, dass das der Vergangenheit angehört, aber niemand kann das ausschließen für die Zukunft», sagte Maas. González Laya meinte, dass man bei einer Verschlechterung der Lage möglichst nicht so flächendeckend reagieren werde wie im März. «Wir werden das chirurgisch lokal machen», sagte sie. «Man kann nicht ausschließen, dass man wieder zurückrudern muss.»

Mit mehr als 28 000 Toten im Zusammenhang mit Covid-19 und mehr als 245 000 nachgewiesenen Infektionsfällen ist Spanien eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Inzwischen ist die Zahl der aktuell Infizierten stark gesunken.

Für Spanien ist der Tourismus von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Branche trägt rund zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und beschäftigt mehr als 2,5 Millionen Menschen.

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