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Die lokale Polizei von Las Palmas de Gran Canaria richtet das erste multidisziplinäre Team gegen geschlechtsspezifische Gewalt auf den Kanarischen Inseln ein

Die Stadtverwaltung von Las Palmas de Gran Canaria hat über die lokale Polizei in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbehörde das erste multidisziplinäre Team gegen geschlechtsspezifische Gewalt auf den Kanarischen Inseln eingerichtet, das eine sofortige psychologische Betreuung integriert, die eine neue Ressource im Dienst der städtischen Sicherheitskräfte an den Opfern darstellt, um diese Geißel zu bekämpfen.

Das Team, das von der lokalen Polizeischutz- und -begleitstelle (UPAL) abhängt, besteht aus Polizeibeamten mit spezifischer Ausbildung zur Unterstützung von Opfern, wenn eine Fall geschlechtsspezifischer Gewalt festgestellt wird, die in Koordination mit Sozialarbeitern arbeiten, zu denen Spezialisten aus dem Bereich der Psychologie hinzukommen.

Der Stadtrat ,Josué Íñiguez, erklärt, dass „wenn ein Fall aufgedeckt wird, die UPAL-Agenten dafür verantwortlich sind, das Opfer zu schützen und es zum medizinischen Zentrum zu begleiten, die Beschwerde einzureichen und schliesslich zum Gericht zu bringen“ und fügt hinzu, dass „mit der Einbeziehung der sofortigen psychologischen Hilfe garantieren wir, dass der Kreislauf, den das Opfer in erster Instanz zu durchlaufen hat, keine doppelte Viktimisierung erzeugt“.

Die psychologische Betreuung wird es den Frauen ermöglichen, sofortige psychologische und emotionale Unterstützung zu erhalten, wodurch eine ausreichende Befähigung gewährleistet wird, sich dem Prozess zu stellen, mit dem sie in wenigen Tagen konfrontiert sein werden. Damit wird die erste von mehreren Sitzungen kanalisiert, die sie in diesem Bereich von den übrigen Mitarbeitern der Abteilung für Gleichstellung erhalten werden, sagt Íñiguez, der betont, dass „dies das erste kommunale Team dieser Art auf den Kanarischen Inseln ist, das die beste Betreuung der Opfer gewährleistet und geschlechtsspezifische Gewalt bekämpft“.

Die Stadträtin für Gleichstellung und Vielfalt, Mari Carmen Reyes, versichert ihrerseits, dass „dies ein Fortschritt in der Betreuung von weiblichen Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt ist, weil sie schnell, unmittelbar und vollständig erfolgen wird: Zusätzlich zu polizeilicher Intervention und Schutz werden diese Frauen unmittelbar die notwendige psychologische Betreuung erhalten“.

Reyes fügt hinzu, dass „diese Entscheidung von grundlegender Bedeutung ist, um die beste Aufmerksamkeit und den besten Schutz für Frauen zu gewährleisten, die unter geschlechtsspezifischer Gewalt leiden, und aus diesem Grund arbeitet der Stadtrat daran, diese Hilfe kurzfristig auszuweiten, damit sie auch sozial und juristisch ist“.

180 betreute Fälle im Jahr 2020

UPAL, eine auf die Betreuung und Unterstützung von Menschen in vulnerablen Situationen spezialisierte Einheit, hat im Jahr 2020 bisher in 180 Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt interveniert, bei denen es darum ging, einer Beschwerde nachzugehen oder wenn Beamte in ihrer täglichen Arbeit einen Fall aufgedeckt haben.

Seit seiner Schaffung im Jahr 2017 hat dieser Polizeidienst mehr als 600 Einsätze durchgeführt, um Frauen, die missbraucht werden, Schutz zu gewähren. Die UPAL begleitet all diese Fälle, um zu versuchen, die Wiederholung von Missbrauch zu verhindern und vor allem den Opfern einen umfassenden Schutz zu bieten.

Auf diese Weise leistet die UPAL-Polizei nicht nur Verwaltungsarbeit, sondern auch einen Dienst, um das Wohlergehen der Opfer zu gewährleisten, indem sie die Opfer bei der Durchführung von Verfahren wie dem Erscheinen vor Gericht, dem Gang zum Gesundheitszentrum oder der Beratung über die einzuhaltenden Verfahren begleitet.

Die Agenten dieser Sozialpolizei der Hauptstadt untersuchen auch Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt, die von den Sozialdiensten oder der Gleichstellungsabteilung des Stadtrats aufgedeckt werden.

LA UPAL hat seinen Hauptsitz im Untergeschoss der Räumlichkeiten des Tamaraceite-Bezirks, der sich in der Calle Escultor Tony Gallardo befindet.

Frauen, die möglicherweise Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt sind, können die örtliche Polizei (092) anrufen, sowie die kostenlose Telefonnummer des Frauenhauses 900 713 571, wo sie von 09:00 bis 14:00 Uhr alle Anfragen stellen können, oder über die Mail igualdad@laspalmasgc.es.

Ebenso erinnern wir alle Menschen, die möglicherweise unter Missbrauch leiden oder die von einem Fall in der Nähe ihres Wohnortes wissen, daran, dass sie diesen über 016 melden können, eine kostenlose Nummer, die keine Spuren hinterlässt und 24 Stunden am Tag, an jedem Tag des Jahres, erreichbar ist.

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