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Der Gesang Gottes

Eine Neuauflage der vedischen Schriften von Murli Manohar Das
Spannende wunderschöne Geschichten, die das Herz berühren, wie keine andere

Der Gesang Gottes ist auch als Bhagavad Gītā und als Gītopaniṣad bekannt. Sie ist die Essenz des vedischen Wissens und eine der wichtigsten Upaniṣaden der vedischen Literatur. Es gibt bereits viele Kommentare zur Bhagavad Gītā, und man mag sich daher fragen, warum noch ein weiterer Kommentar notwendig sei. Der Druck der vorliegenden Ausgabe lässt sich folgendermaßen erklären: Kürzlich bat mich eine Dame in Amerika, ihr eine englische Übersetzung der Bhagavad Gītā zu empfehlen. Natürlich gibt es in Amerika sehr viele englische Ausgaben der Bhagavad Gītā, doch von keiner, die ich – nicht nur in Amerika, sondern auch in Indien -gesehen habe, kann man sagen, sie sei autoritativ, denn in fast jeder hat der Verfasser in seinem Kommentar seine persönliche Meinung zum Ausdruck gebracht, ohne dabei dem Geist der Bhagavad Gītā, wie sie ist, auch nur annähernd gerecht zu werden. 

Der wahre Geist der Bhagavad Gītā wird in der Bhagavad Gītā selbst deutlich. Dies mag ein Beispiel erläutern: wenn wir eine bestimmte Medizin einnehmen wollen, müssen wir den Anweisungen folgen, die auf dem Etikett gegeben werden. Wir können die Medizin nicht nach unserem Gutdünken oder nach den Ratschlägen eines Freundes einnehmen, sondern müssen den Anweisungen auf dem Etikett oder der Verordnung eines Arztes folgen. In ähnlicher Weise sollte die Bhagavad Gītā so studiert oder akzeptiert werden, wie es ihr Sprecher selbst bestimmt. Der Sprecher der Bhagavad Gītā ist Śrī Kṛṣṇā. Er wird auf jeder Seite der Bhagavad Gītā als der höchste persönliche Gott, als Bhagavān, erwähnt. Natürlich bezieht sich das Wort »Bhagavān« manchmal auch auf ein mächtiges Wesen oder einen mächtigen Halbgott, und zweifellos bezeichnet es hier Śrī Kṛṣṇā als große Persönlichkeit, doch wir sollten auch wissen, dass Śrī Kṛṣṇā der höchste persönliche Gott ist, wie es von allen großen ācāryas (geistigen Meistern) wie Śaṅkarācārya, Rāmānujācārya, Madhvācārya, Nimbārka Svāmī, Śrī Caitanya Mahāprabhu und vielen anderen Autoritäten des vedischen Wissens in Indien bestätigt wird. Der Herr selbst offenbart sich in der Bhagavad Gītā als der höchste persönliche Gott, und als solcher wird er auch in der Brahma Saṁhitā und allen Purāṇas anerkannt – besonders im Śrīmad Bhāgavatam, das auch als Bhāgavata Purāṇa bekannt ist. Daher sollten wir, wenn wir die Bhagavad Gītā verstehen wollen, den Anweisungen des höchsten persönlichen Gottes folgen: »Der höchste Herr sagte: Ich unterwies den Sonnengott Vivasvān in der unvergänglichen Wissenschaft des yoga; Vivasvān unterwies Manu, den Vater der Menschheit darin, und Manu wiederum gab dieses Wissen an Ikṣvāku weiter. Diese höchste Wissenschaft wurde so durch die Nachfolge der geistigen Meister weitergegeben, und die heiligen Könige empfingen sie auf diese Weise. Im Laufe der Zeit aber wurde die Nachfolge unterbrochen, und daher scheint nun die Wissenschaft, wie sie ist, verloren zu sein.« 

Śrīla Prabhupada

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