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Das Johannisfeuer und der Virus

Die Gemeindeverwaltung von Tuineje ermahnt die Bürger die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Es dürfen nicht mehr als 20 Personen anwesend sein und der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden.

Der Stadtrat von Tuineje warnt davor, dass diejenigen, die am 23. Juni ein Lagerfeuer für das traditionelle Fest des Johannes machen möchten, eine Reihe von Vorschriften einhalten müssen.

Vom Ministerium für Sicherheit und Notfälle wird daran erinnert, dass Lagerfeuer in sicherem Abstand von den Häusern und von Luftkabeln durchgeführt werden müssen. Darüber hinaus wird empfohlen, einen nahe gelegenen Wasserpunkt mit einem Schlauch zu haben, um mögliche Vorfälle sofort zu beheben.

Es wird auch daran erinnert, dass es nicht erlaubt ist, Feuer mit Kunststoffen, giftigen oder brennbaren Produkten zu entzünden.

In Bezug auf die aktuelle Situation, die durch die COVID-19-Krise verursacht wurde, wird daran erinnert, dass Sitzungen mit mehr als 20 Personen nicht abgehalten werden können und dass der physische Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss.

Endlich ist es wieder soweit. Der ganze Abfall aus den Gärten und den Feldern kann am Abend des 23. Juni verbrannt werden. An anderen Tagen sind Feuer verboten. Natürlich kommt die ganze Familie zusammen. Mal wieder ein guter Anlass zum Feiern. Es fehlt an nichts. Wein, Bier, Käse, Gofio, Papas arrugadas und Mojo Canario (Knoblauchsoße). 

Der christliche Brauch aus dem Mittelalter ist den Einheimischen in Fleisch und Blut übergegangen. Alles, was Spaß macht, wird nicht vergessen. Natürlich springt man auch über das Feuer. Man kann ja nie wissen. Vielleicht hilft es ja. Und wenn nicht, war es eine lustige Nacht.

In der Nacht des 24. Juni werden in Tirol, Nieder- und Oberösterreich, Bayern, Baden-Württemberg und Mitteldeutschland (Harz) und auf den Kanaren die Johannisfeuer entzündet. Der 24. Juni ist der Geburtstag Johannes des Täufers genau sechs Monate vor der Geburt Christi. Die älteren Sonnwendfeuer wurden durch die Johannisfeuer ersetzt. Das Entzünden von Johannisfeuern ist seit dem 12. Jahrhundert bekannt. Im Mittelalter führte man vor allem Tänze rund um die «Johannisfeuer» auf. Da das Fest des heiligen Johannes in die Zeit der Sommersonnenwende fällt, war es im Volksglauben mit vielen Bräuchen – besonders Reinigungs- und Fruchtbarkeitsriten – verbunden. Der Sprung über das Johannisfeuer sollte sowohl baldige Heirat als auch Schutz vor Hexen und Geistern versprechen.

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